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Bereitschaft in Apen

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JRK Apen übt für den Kreiswettkampf

JRK Apen übt für den Kreiswettkampf

Schulung für späteren Rettungsdienst


In Unterrichtsraum des DRK-Bereitschaftsdienstes herrscht sittsames Zuhören, wenn die Ausbilder Ingo und Andrea Diers den 6 – 12 jährigen Jungen und Mädchen die Inhalte des Jugendrotkreuzes (JRK) vermitteln und in Erste Hilfe-Maßnahmen unterrichten. Bei einem Becher Früchtetee und einem kurzen Film über den Gründer des Roten Kreuzes, Henri Dunant, sind die Kinder aufmerksam bei der Sache.

Auf die provokante Frage von Ingo Diers: “Warum  seid Ihr eigentlich hier?“, kommt es aus einer gemeinsamen Kehle: „Weil wir das gerne und freiwillig machen. Wir sind eine Einheit!“

Natürlich hat sich eine solche gleichlautende Antwort in der Ausbildung eingeprägt, aber sie fördert den Teamgeist – und das ist wichtig für das gemeinsame Helfen am verletzen Menschen. Die Ernsthaftigkeit, mit der sich die Kinder beim Abfragen von Grundmaßnahmen einbringen, überzeugt.

Mike weiß darum, was man bei einer starken Blutung zu tun hat. Er meldet sich und haut mit der Faust auf den Tisch, als ihm die Antwort zwar „auf der Zunge liegt“, aber erst verspätet kommt: „Druckverband!“ Dabei erklärt er auch das Anlegen des Verbandes und dessen Funktion des Blutstillens. Jan-André ist klar, wie bei einer Schocklage vorzugehen ist: „Beine hoch und möglichst über Herzhöhe. Das geht auch mit einer Bierkiste“, sagt er mit einem schmunzelnden Blick zur Neuen Zeitung.

Deike macht sicher vor, wie Marco in die stabile Seitenlage gebracht wird und zwei andere Jungs transportieren eine „Verletzte“ mit dem Tragering.

Alles Fragen und Übungen, die Vielleicht auf dem Kreiswettbewerb des JRK am 12. und 13.März in Nethen gefordert sind. Der Unterricht macht den Kindern augenscheinlich Spaß. Das äußern sie auch auf Befragung. Niemand ist angeblich von den Eltern Überredet worden, auch nicht der 12jährige Matthes: „Bei uns in der Familie waren schon alle im DRK, und da wollte ich auch.“

Zum Abschluss darf dann noch Verbunden werden – der Kopf von Ausbilder Ingo Diers. Alles hat bestens geklappt. Und um den Nachwuchs im Rettungswesen muss sich niemand Sorgen machen.

 

Quelle: Neue Zeitung vom 11.02.2011